Die Premiere ist wegen des Fußballspiels bereits um 16.30 Uhr

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Die Premiere am Samstag, 2. Juni 2016 ist wegen des Fußballspiels bereits um 16.30 Uhr

Herzlich willkommen!

Nach der Inszenierung von "Die Katze auf dem heißen Blechdach" von Tennessee Williams im Schuljahr 2014/2015 haben sich Schillers Freu(n)de dieses Jahr das Stück „Baden gehen“ von Volker Ludwig und Franziska Steiof vorgenommen.

Bereits vor neun Jahren, also 2007, haben die damalige Theater-AG das 2003 uraufgeführte Stück auf die Bühne gebracht. Auf die Frage um was es geht, antwortete Dr. Goldberg damals: Unsere Probleme, die Ausländer-Thematik, die demographische Entwicklung die Jugendarbeitslosigkeit und manch anderes mehr.
Heute wollen Goldberg und Co. Nun mal nachschauen, was sich seit damals so geändert hat und welche Probleme momentan die unseren sind. Wobei nicht nur Goldberg ohne großes Nachdenken zu dem Schluss kommen kann, dass zu den alten, allesamt weder angepackten noch gelösten Problemen ein paar neue wie der Umgang mit den Flüchtlingen hinzugekommen sind. Geändert hat sich praktisch nichts, höchstens vielleicht an der Verpackung und der offiziell verabreichten Wahrnehmung mancher dieser Probleme.

Zum Inhalt:

Da Berlin pleite ist, bleibt das stark sanierungsbedürftige Freibad geschlossen. Was allerdings dessen Stammgäste nicht davon abhält, sich weiterhin dort zu tummeln. Bademeister, Rentner, Pensionäre, Sinnsucher, Liebespaare, Lebensmüde, Migranten, Glückskinder, Arbeitslose, Outgesourcte, Junge und Alte – kurz all die Leute, die sonst auch hergekommen sind, ignorieren das Verbotsschild und gehen weiter baden. Sie diskutieren über ihre Probleme, ob es sich dabei um chronische Finanzdebakel handelt, die Statistiken zur Arbeitslosigkeit, Ossi-Wessi-Thematik, die erstaunliche Diskrepanz zwischen Renten und Pensionen oder darum, dass zu den alten neue Parallelgesellschaften dazu gekommen sind.
Es gibt also genügend Gründe, deprimiert zu sein. Es gibt allerdings immer noch mehr Gründe, weiter baden zu gehen und dabei den Kopf nicht allzu lange unter Wasser zu halten, sondern weiter nach vorne zu schauen.
Und es ist dieser „verhaltene Optimismus“, den Hans-Peter Goldberg so sehr an „Baden gehn“ schätzt. „Es geht in diesem Stück nicht zuletzt um zwischenmenschliche Wege aus der Krise, um die Erkenntnis, dass man auch in schlechten Zeiten mit Solidarität überleben kann, weil das Gegenteil, die Vereinzelung, das soziale Scheitern wäre. Man kann die Gesellschaft nicht verändern, aber man kann in ihr überleben“.
Insofern wollen Goldberg und seine Truppe die Leute, „das Publikum nicht ins Jammertal schicken“ sondern mit „Baden gehn“ trotz allem auch intelligent und gut unterhalten. Denn diese Möglichkeit bietet das Stück mit dem ihm innewohnenden Tempo, der Energie, dem Witz, der Selbstironie, die es transportiert, allemal.

Und Musik gibt’s obendrein, denn „Baden gehen“ geht auch nach Noten, um die sich die punktuell singenden Schauspieler und die dann selbstverständlich auf den Punkt gefragte sechsköpfige Band kümmern. Um die komplette musikalische Seite des Stücks insgesamt kümmern sich mit Ulrike Sommer, Verena Schuler und Lydia Schulze-Velmede gleich drei Musiklehrerinnen des Schiller-Gymnasiums. Man sieht: Der Aufwand, zwei intensive Workshops inklusive, ist enorm. Und die Premiere ist am 2. Juli.
Insgesamt kann man in Heidenheim gleich siebenmal baden gehen. So oft nämlich hat die Theater-AG des Schiller-Gymnasiums das Stück auf ihren Spielplan gesetzt. Spielort ist das WCM-Gebäude in der Schmelzofenvorstadt 33 und dort die ehemaligen Räume der Tanzschule Wrede.
Weitere Vorstellungen werden am 8., 9., 13., 17., 22. Und 23. Juli folgen.
 „Schillers Freu(n)de, wie sich die Theater-AG unter der Leitung von Dr. Goldberg nennt, mussten sich in diesem Schuljahr gewissermaßen neu erfinden: Sechzehn von siebzehn Mitgliedern der Truppe sind zum ersten Mal dabei, alle bisherigen Mimen hatten das SG nach dem Abitur verlassen. Was ebenso für die Techniker gilt, ohne die nichts geht, da zum Selbstverständnis von „Schillers
Freu(n)de“ ebenso gehört, am Spielort ein komplettes Theater auf- und am Ende auch wieder abzubauen. In dieser Angelegenheit wurde in den Pfingstferien ganz schön geschuftet.